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07. Mai 2018

Frühlingserwachen beim Silphie-Projekt - LEADER-Maßnahme geht ins zweite Jahr!

Bunte Veranstaltungen im Sommer

Mit einer gemeinsamen Feldbegehung starteten der Verein renergie Allgäu und die Teilnehmer der LEADER-Maßnahme „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft mit Durchwachsener Silphie“ dieser Tage ins zweite von drei Projektjahren. Nach dem langen Winter ist von der nordamerikanischen Energiepflanze derzeit zwar noch kaum etwas zu sehen auf den acht Allgäuer Versuchsflächen. Ab Juli aber wird sie in voller Blüte stehen und soll dann nicht nur Insekten, sondern auch interessierte Bürger locken. Dafür ist eine Reihe von Veranstaltungen angedacht.

Behutsames Frühlingserwachen auf dem Acker von Johann Neth in Ruderatshofen: Im Frühjahr vergangenen Jahres war hier die Energiepflanze als Untersaat zum Mais ausgebracht worden und hatte bis zur Ernte im September eine Höhe von etwa 40 bis 50 Zentimetern erreicht. Über den Winter war das Blattwerk dann gänzlich zurückgefroren. „Noch sieht man nicht viel“, zeigte Silphie-Experte und Saatgut-Lieferant Ralf Brodmann beim gemeinsamen Feldtermin auf vereinzelt aufkeimendes Silphie-Grün. Doch unter der Erde habe die Pflanze bereits ein dichtes und sehr robustes Wurzelwerk gebildet.

Biene Blüte kleinUm das Wachstum weiter zu fördern empfiehlt der Fachmann vom baden-württembergischen Energiepark Hahnennest verschiedene Maßnahmen zur Bodenbereitung: Eine frühe mineralische Bodendüngung, danach eine prophylaktische Herbizid-Behandlung speziell gegen Kamille und im späteren Verlauf eine zusätzliche organische Düngung. An Stellen, an denen die Silphie im vergangenen Jahr unter dem stark wachsenden Mais möglicherweise nicht hinreichend aufgegangen war, könne heuer auch nochmal nachgesät werden.

Das allerdings scheint auf den wenigsten Flächen nötig zu sein. Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch berichteten die Landwirte aus allen vier Allgäuer Landkreisen von durchwegs guten Erfahrungen. Wenn es auch hier und da Probleme mit Unkraut und Schädlingen gab. Johannes Schneider aus dem Westallgäuer Hergensweiler beispielsweise rückte der Hirse auf seinem halben Hektar von Hand zu Leibe, Helmut Miederer aus Buchloe musste auf seinem Versuchsfeld Ampfer rupfen und Johann Neth brachte Schneckenkorn aus, um die junge Silphie zu schützen.

Nach der letztjährigen Etablierungsphase geht die Silphie heuer nun in ihr erstes Blüh- und Erntejahr. Auf dem Weg dorthin wird sie ab sofort vom neuen LEADER-Projektkoordinator Uwe Kießling begleitet. Der Landschaftsökologe aus Mindelheim wird im Auftrag von renergie Allgäu auf allen Versuchsflächen die einzelnen Vegetationsschritte der Pflanze bis hin zum Ernteertrag dokumentieren. Und er wird die öffentlichen „Thementage“ koordinieren, mit denen im Sommer auf die Silphie aufmerksam gemacht werden wird.

Genau das ist nämlich vorrangiges Ziel des Projekts: Die bis dato noch sehr unbekannte Energiepflanze soll im Allgäu verstärkt verbreitet und als Alternative zum Mais ins (positive) Bewusstsein der Bevölkerung gebracht werden. Darum werden während der Blütemonate im Juli und August an mindestens vier der insgesamt acht Flächen öffentliche Veranstaltungen stattfinden, zu denen unter anderem auch ganz gezielt örtliche Vereine und Interessensgruppen wie Imker, Landwirtschaftsverband, Bund Naturschutz oder Gartenbauvereine eingeladen werden. All jene profitieren nämlich genau wie das Landschaftsbild von den Vorteilen der Silphie. Sie gilt - neben ihrem energetischen Ertrag – nämlich auch als optimale Bienenweide und Lebensraum für Insekten und Wildtiere, und beugt als Dauerkultur mit tiefem Wurzelwerk auch Bodenerosion, Bodenverdichtung und Auswaschungen ins Grundwasser vor.



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